

Mal wieder großes Pech hatten wir bei der Nacht der Poesie auf dem Kreuzberg. Alles war vorbereitet für die Nacht der Nächte. Sogar Petrus schien mitzuspielen: strahlender Sonnenschein den ganzen Tag. Doch dann kam der Abend. Und aus den angekündigten Schauern im Wetterbericht wurde ein Gewitter, das sich gewaschen hatte. Gleich drei Fronten bauten sich rund um den Kreuzberg auf. Zunächsten waren sie recht weit weg und es bestand die berechtigte Hoffnung, dass sie vorbeiziehen. Doch eines ließ sich nicht abbringen, immer näher Richtung Kreuzberg zu rücken...
Exponierte Lage = größte Gefahr
Bei einfach nur Kälte oder Regen kann jeder für sich entscheiden, ob er noch bleiben möchte. Etwas Anderes ist es bei einem drohenden Gewitter. Auf dem höchsten Berg weit und breit besteht auch die größte Gefahr, in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Hier hat der Veranstalter seine Fürsorgepflicht wahrzunehmen. Der Abbruch der Nacht der Poesie war die folgerichtige Entscheidung. Eine professionelles Ende eines zu gefährlich gewordenen Abenteuers. Nicht auszudenken, wenn ein Blitz auf das Veranstaltungsgelände eingeschlagen hätte.
Alles, was die Natur zu bieten hat
Mit das Wichtigste bei der Nacht der Poesie ist das Naturerlebnis unter freiem Himmel. Veranstalter, wie auch Besucher, müssen das Risiko einer solchen Freiluftveranstaltung in Kauf nehmen. Für die einen ist es die akribische Organisationsarbeit, für die anderen die möglicherweise weite Anreise, die umsonst war. Bei aller Enttäuschung über den Abbruch einer solch außergewöhnlichen Veranstaltung: Am 19. August 2006 konnte man alles erleben, was die Natur bietet: strahlenden Sonnenschein, dichte Wolken, Wetterleuchten, Blitze, Donnergrollen, Regen – und nach dem reinigenden Gewitter sogar einen sternenklaren Himmel. Allein das sollte schon die Reise wert gewesen sein. Und es ist niemand zu Schaden gekommen und wir können uns im nächsten Jahr bei hoffentlich guter Gesundheit an gleicher Stelle wiedersehen.
Juni-Termin für 2007 ins Auge gefasst
Eine Freiluftveranstaltung gegen Ende August in der Rhön ist ein Lotteriespiel, wie wir in den letzten Jahren erfahren mussten. Außer im Jahrhundertsommer 2003 kam es immer anders als vorausgesagt. War Regen angesagt, zog die Schlechtwetterfront am Kreuzberg vorbei, war zeitweise leichter Regen angesagt, goss es ununterbrochen wie aus Kübeln, waren gelegentlich Schauer angesagt, kam ein kräftiges Gewitter. Verlässliche Wettervorhersagen sind eigentlich so gut wie gar nicht möglich. Vielleicht haben wir in Zukunft mehr Glück im Juni. Meteorologen sprechen zumindest von stabileren Wetterlagen in diesem Monat. Ob es allerdings stabil schlecht oder stabil gut sein wird, bleibt abzuwarten. Wie das Wetter eben so ist. Besuchen Sie uns nächstes Jahr wieder, voraussichtlich am 23. Juni.
Am 15. August 2009 ist Rudolf Herget von 14.00-15.00 Uhr auf der Ruine Osterburg mit einem Programm für Kinder ab 3 Jahre. Thema: Sonne, Mond und Sterne
Die Nacht der Poesie 2009 auf dem Kreuzberg findet am 20. Juni statt.
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