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Trotz schlechter Wettervorhersage rund 400 Träumer auf dem Kreuzberg

Nacht der Poesie 2005

Für viele Besucher wird diese Nacht wohl zu den ganz besonderen zählen

"Wir waren heuer das erste Mal dabei und waren begeistert. Die Vorträge von Herrn Herget waren zauberhaft, er kann den Gedichten und Geschichten wunderbares Leben einhauchen. Es hat mich tief bewegt und fasziniert... Vielen Tausend Dank dafür!"
Anette H.

Zwar zeigten sich nur mal kurz Mond und Sterne am Himmel. Dennoch blieb das Wetter - abgesehen von ein paar wenigen Tropfen zwischendurch - trocken und erstaunlich mild. Trotz der ungünstigen Wettervorhersage hatten zahlreiche nächtliche Besucher den Aufstieg zum Kreuzberg auf sich genommen, um Rudolf Herget, dem Erzähler der Nacht, zu lauschen. Ca. 350 bis 400 wollten die Faszination Erzähltheater und die Authentizität von Rudolf Herget hautnah erleben. Und die große Mehrheit hielt bis zum Schluss durch.

Nicht nur aus dem Umland von Fulda, Bad Kissingen, Bad Neustadt und aus allen Teilen der Rhön kamen sie. Auch aus Offenbach, Bad Windsheim, Mainz, Schweinfurt, Würzburg, Augsburg, Neuburg an der Donau waren Besucher extra zur Nacht der Poesie angereist, wie aus einer stichprobenmäßigen Umfrage der Tourist-Information hervorging. Ja, die Nacht der Poesie ist mittlerweile zu einer überregional bedeutenden Veranstaltung gewachsen. Über regionale und überregionale Zeitungsberichte, z. B. in der Süddeutschen Zeitung und auf der Franken-Seite der Mainpost waren sie auf die Nacht der Poesie aufmerksam geworden. Aber auch das Internet und vor allem viele persönliche Empfehlungen konnten die Natur- und Poesie-Liebhaber zu einem Besuch auf dem heiligen Berg der Franken bewegen.

Nach neun nächtlichen Stunden hatten die zahlreichen „Durchhalter“ u.a. Goethe, Schiller, Matthias Claudius, Mörike, Eichendorf, Rilke, darunter vor allem im ersten Teil viel Neues gehört, was besonders die vielen Stammbesucher sicherlich gefreut hat. Nicht fehlen durften natürlich Antoine de Saint Exupérys „Kleiner Prinz“, die Möwe Jonathan und die Texte von Ureinwohnern, die besonders den Charakter der Veranstaltung unterstreichen. Von dem Verständnis der Indianer für „Mutter Erde“ könnten wir uns beispielsweise durchaus eine Scheibe abschneiden. Mit einem Streifzug durch die Lehre Galileis und mit der Schöpfungsgeschichte neigte sich eine besondere Nacht dem Ende entgegen. Auch wenn Schillers „Ode an die Freude“ die Sonne nicht hervorlocken konnte, sah man weit und breit fröhliche Mienen bei den vielen Durchhaltern. Ja, so etwas wie ein Gemeinschaftsgefühl hatte sich bei den Besuchern eingestellt. Auch wenn der eine oder die andere noch etwas verschlafen dreinschaute. In dieser Nacht hatten sie gemeinsam Zeit zum loslassen, in sich zu kehren, zur Ruhe zu kommen, zum träumen und entspannen. Mit einem Poesiefrühstück im Café-Restaurant auf dem Kreuzberg ließen viele diese besondere Nacht ausklingen.

Mein Dank gilt den Hauptsponsoren, Café-Restaurant auf dem Kreuzberg und VR-Bank Rhön-Grabfeld, weiters der Sparkasse Bad Neustadt und dem Sender Kreuzberg. Nicht zuletzt danke ich allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, allen voran Claus Schenk vom Verein Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. und dem unverwüstlichen Rudolf Herget.

Erzähler der Nacht verstorben

Liebe Freunde der Nacht,

vor kurzen wurden noch an dieser Stelle die Poesietermine 2014 mit Rudolf Herget bekannt gegeben. Wir sind unendlich traurig Ihnen mittzuteilen, dass der Erzähler der Nacht am vergangenen Wochenende plötzlich und unerwartet verstorben ist.

Bischofsheim, den 10. Februar 2014

Gerhard Nägler
(Tourismusreferent)

Nacht der Poesie