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„Ein unvergleichliches Erlebnis“ auf dem Kreuzberg

BISCHOFSHEIM an der Rhön (Tourist-Information, 29.06.10) Wow. Was für eine Nacht! Die zehnte Nacht der Poesie auf dem Kreuzberg war nicht nur für Sigrid B., und Sanne127, deren Zuschriften uns per Mail erreichten, „ein unvergleichliches Erlebnis“, und „eine vollkommen runde Sache“.

Endlich mal wieder gelockerte Entspannung im Vorfeld
Was hat das Wetter nicht schon alles für Kapriolen geschlagen bei der Nacht der Poesie. Eisige Kälte, Dauerregen, heftige Gewitter. OK, es war auch schon schön, am 26./27. Juni 2010 gab es auf dem Kreuzberg nichts, aber auch gar nichts zu mäkeln. Nicht einmal Morgentau, so trocken war die Nacht. Ein traumhafter Sonnenuntergang, ein prächtiger Vollmond, eine sternenklare Nacht und ein wundervoller Sonnenaufgang sorgten für eine ergreifende Atmosphäre bei der Nacht der Nächte in der Rhön. Und endlich mal wieder machte sich bei den Organisatoren und Rudolf Herget eine gelockerte Entspannung im Vorfeld breit. Wann gab’s das zum letzten Mal?

Weit über 400 nächtliche Besucher
So strömten die Besucher auch in Scharen auf den heiligen Berg der Franken, um diese einmalige Nacht zu erleben. Immer wieder kamen weitere hinzu. Weit über 400 sind es wohl gewesen, und die meisten hielten bis zum Ende durch. Einige mussten aber doch die Erfahrung machen, dass selbst bei hochsommerlichen Tagestemperaturen die nächtliche Kühle auf dem höchsten Punkt der bayerischen Rhön nicht zu unterschätzen ist. Und was lernen wir daraus? Immer schön warm anziehen, lieber einen Pulli und eine Decke mehr mitbringen. Dann steht diesem einmaligen Kultur-Natur-Erlebnis nichts im Wege.

Rudolf Herget in Hochform
Im Vorfeld wurde viel gemunkelt, die wievielte Veranstaltung es eigentlich ist auf dem Kreuzberg. Die siebte, oder gar die achte oder neunte. Dass es die zehnte war, wussten die Organisatoren Claus Schenk (Naturpark) und Gerhard Nägler (Stadt Bischofsheim) natürlich ganz genau! Dieses Jubiläum nahmen Sie zum Anlass, sich bei Rudolf Herget gebührend zu bedanken. Und der Erzähler der Nacht lief regelrecht zur Höchstform auf. Zunächst zog er die Kinder mit etlichen Märchen und Geschichten, u.a. vom „Kleinen Hävelmann“ in seinen Bann. Saint-Exupérys „Kleiner Prinz“, Hergets Lieblingsstück, folgte. Unglaublich mit welcher stimmlichen Vielfalt der Retter des poetischen Erzähltheaters aufwarten kann: mal kindlich passend zum kleinen Prinzen, mal mit Befehlston, wie der Herrscher, der selbst Sonnenauf- und -untergänge befiehlt, aber in seiner Herrscherweisheit wartet, bis die Umstände dafür günstig sind, mal gestresst, wie der Geschäftsmann, der die Sterne zählt, mal überdreht, wie der verrückte Pillenverkäufer, mal überheblich, wie der Eitle, der sich bewundert wissen will, mal rülpsend, wie der Säufer und dann wieder nüchtern wie der Pilot, dem es nicht gelingen will, das Flugzeug wieder in Gang zu bringen. Herget hat alles drauf. Die ganze breite Pallette der Schauspiel- und Erzählkunst. Und das bietet er seinen Zuhörern eine ganze Nacht lang bei weiters der Möwe Jonathan, der legendären Rede des Indianerhäuptlings Seattle, bei Galileo Galilei, der Schöpfungsgeschichte, und, und, und. Schillers „Ode an die Freude“ beschließt eine Nacht der Poesie, die – mal wieder – „unvergleichlich“, „wundervoll“, einfach „eine vollkommen runde Sache“ war.

Tausend Dank, Erzähler der Nacht!

Nacht der Poesie 2.0

Liebe Freunde der Nacht!

Wir wollen nächstes Jahr versuchen, auf dem Kreuzberg eine Nacht der Poesie im Sinne Rudolf Hergets aufzuziehen. Freie Rezitation unter freiem Himmel. Da wir dabei der Jugend eine Chance geben wollen - wir hoffen, die Schulen unterstützen uns dabei - nennen wir die Nachfolgeveranstaltung Nacht der Poesie 2.0. Ob es klappt, wissen wir jetzt noch nicht hundertprozentig. Der anvisierte Termin ist Samstag, 18. Juli 2015.

 

Gerhard Nägler, im November 2014

Nacht der Poesie